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Methode - Künstliche Barrieren

09.02.2024 • Methodik • von Lisa Heuser

Das ist eine Methode.
Sie zeigt: Das haben wir in den Jugend-Gruppen gemacht.
Sie ist für: Menschen die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Du kannst es aber auch selber testen!

Bei dieser Methode werden Einschränkungen simuliert.

Das bedeutet: Du stellst eine Einschränkung nach.

Viele Kinder und Jugendliche spielen.

Manchmal gibt es Barrieren:
- Dann kannst du nicht spielen
- Dann brauchst du Hilfsmittel
- Dann musst du gemeinsam mit anderen spielen

Wir schauen: Wie können alle mitspielen?

Zum Beispiel:
- Durch technische Hilfsmittel
- Durch gemeinsames Spielen

Eine Gruppe Jugendlicher spielt mit Controllern vor einem Fernseher.
© Foto: Marvin Ruppert

Technik und Materialien

Du brauchst: Ein digitales Spiel auf einer Konsole oder einem Computer.

Das Spiel sollte bestimmte Anforderungen erfüllen:
- Es sollte zu dir passen
- Es sollte dir gefallen
- Es sollte zu deinem Alter passen

 

Du kannst bei dieser Methode kreativ sein.

Du kannst Einschränkungen oft leicht nachstellen.

 

Manche Brillen können Seh-Einschränkungen nachstellen.

Das ist spannend!

Ideen für simulierte Einschränkungen

Du kannst Einschränkungen der Bewegung nachstellen.

Zum Beispiel:
- Du bindest deine Hand auf den Rücken
- Du bindest deine Finger zusammen

Eine Person mit langen braunen Haaren. Sie hat einen Controller in einer Hand. Die andere Hand ist auf dem Rücken. Im Hintergrund ist ein Spiel auf einem Fernseher an.

Du kannst Seh-Einschränkungen nachstellen.

Zum Beispiel:
- Du ziehst eine besondere Brille auf
- Du verbindest deine Augen
- Du änderst die Farben auf deinem Bildschirm

Eine Person mit langen braunen Haaren. Sie hat einen Controller in den Händen. Sie trägt eine Brille. Die Brille hat schwarze Gläser. Sie kann nur durch ein kleines Loch gucken.

Du kannst Hör-Einschränkungen nachstellen.

Zum Beispiel:
- Du machst den Ton leiser
- Du machst den Ton aus

Es gibt noch eine andere Regel.

Bei dieser Regel darfst du nicht mit den anderen sprechen.

Das bedeutet:
- Du benutzt Finger-Zeichen
- Du benutzt Augen-Kontakt

Das ist spannend!

Zeichnung von einem durchgestrichenen Lautsprecher in pink.

Dauer und Anzahl der Teilnehmenden

Jede Spielstation sollte von einer Person betreut werden.

Es dürfen 5 Personen an einer Station sein.

Nach 90 Minuten solltest du eine Pause machen.

Die Dauer der Methode kann unterschiedlich sein.

Wir empfehlen 2 bis 3 Stunden.

© Foto: Marvin Ruppert

Die Durchführung

Du musst Dinge vor der Durchführung beachten.

Zum Beispiel:
- Du musst die Konsole oder den Computer aufbauen
- Du musst die Controller aufladen

 

Du kannst die Methode mit verschiedenen Spielen und Konsolen durchführen.

Wir empfehlen für den Anfang: 1-2-Switch für die Nintendo Switch.

Du kannst dir auch ein Spiel selber aussuchen.

 

Vor Beginn wird dir der Ablauf erklärt.

Danach werden Paare gebildet.

Du kannst dich dadurch abwechseln.

Alle kommen dann gleich oft dran.

 

Jetzt kann es losgehen!

Du entscheidest dich mit den anderen Kindern für ein Spiel.

Jedes Paar testet das Spiel 4 mal.

Du testest in jeder Runde eine andere nachgestellte Einschränkung.

Beispielhafter Ablauf

  1. Du testest das Spiel ohne nachgestellte Barrieren.

  2. Du testest das Spiel mit einer Hör-Einschränkung.

Zum Beispiel:
- Du machst den Ton leiser
- Du machst den Ton aus

Du darfst dich dabei nicht unterhalten.

  1. Du testest das Spiel mit einer Seh-Einschränkung.

Zum Beispiel:
- Du ziehst eine besondere Brille auf
- Du verbindest deine Augen

  1. Du testest das Spiel mit nur einer Hand.

Du kannst das danach an anderen Mini-Spielen in 1-2-Switch testen.

Du kannst die nachgestellten Einschränkungen ändern.

© Foto: Max Zindel

Der Abschluss

Am Ende füllst du einen Frage-Bogen aus.

Du kannst verschiedene Sachen ankreuzen.

Zum Beispiel:
- Du kannst das Spiel gut spielen ohne zu hören
- Du kannst das Spiel gut mit einer Hand spielen
- Du kannst das Spiel gut mit verbundenen Augen spielen

Du kannst mit den anderen Kindern über den Frage-Bogen sprechen.

Zum Beispiel:
- Welche Erfahrungen hast du gemacht?
- Wie kamst du mit den Barrieren zurecht?
- Konntest du die Barrieren überwinden?

Zeichnung. Mit einem Stift in der Hand wird ein Zettel angekreuzt.

Fazit

Die Methode fördert den Gruppen-Zusammenhalt. 

Die Methode zeigt die Vielfalt einer Gruppe.

Die Methode ist besonders gut für inklusive Projekte.

 

Du lernst andere Spielende besser kennen.

Du kannst andere Spielende besser verstehen.

Zeichnung. Eine Gruppe Jugendlicher spielt gemeinsam mit Controllern vor einem Fernseher.

Über den/die Autor*in

Lisa Heuser
Studentische Hilfs-Kraft

Digitale Spiele machen mir viel Spaß.

Ich spiele gerne mit Freund*innen. 

Mir gefällt Mario Kart besonders gut.

Das möchte ich mit allen teilen.

Alle sollen zusammen Spaß haben. 

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